Aktuell

Basel will exzellente Bildung. Damit wir gemeinsam weiterkommen.

Basel will exzellente Bildung. Damit wir gemeinsam weiterkommen.

An der Medienorientierung zur Lancierung des Nationalrats-Wahlkampfes der FDP Basel-Stadt habe ich unser Schwerpunktthema "Bildung" vorgestellt.

Basel will exzellente Bildung. Damit wir gemeinsam weiterkommen.

Gute Bildung ist der Schlüssel dazu, dass wir unser Potential optimal entfalten und einbringen können. Gut gebildete Menschen begünstigen die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung. Die Radikaldemokraten haben in Basel die ersten Schulhäuser gebaut. Diesen Wurzeln fühlen wir uns verpflichtet.

Exzellente Bildung ist zentral mit den Werten der FDP verbunden. Wir streben eine Gesellschaft an, die selbstbestimmt und eigenverantwortlich durch das Leben geht. Wir setzen auf Forschung und Innovation. Wir setzen auf den Wettbewerb der Ideen, um die Herausforderungen unserer Gesellschaft zu meistern. Damit wir gemeinsam weiterkommen.

Bildung liegt mir am Herzen

Als Präsident der Schulkommission der Allgemeinen Gewerbeschule und durch meine unternehmerische Tätigkeit liegt mir die Bildung besonders am Herzen. Ich tausche mich regelmässig mit der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrer und auch den Schülerinnen und Schülern aus.

Ich habe keine klassische akademische Laufbahn hinter mir. Ich habe zuerst zwei Lehrlingsausbildungen abgeschlossen, bevor ich an der Fachhochschule – damals noch HWV Ökonomie studierte. Nicht nur weil ich selbst von der hohen Durchlässigkeit unseres Bildungssystem profitiert habe, bin ich absolut vom Erfolgsmodell des dualen Bildungssystems der Schweiz überzeugt. Durch meine berufliche Tätigkeit und auch meinen eigenen Lebenslauf verstehe ich, dass Jugendliche sehr unterschiedlich funktionieren und die einen den Knopf früher aufmachen als die anderen. 

Berufsausbildung stärken

Ich masse mir nicht an, abschliessend zu beurteilen, ob wir eine zu hohe Gymnasialquote in Basel haben. Eines ist aber sicher, die Quote der Berufsmaturität dürfte deutlich höher sein. Zuerst eine Lehre machen, dann die Matura und später an der Fachhochschule oder an der Universität zu studieren, ist eine sehr gute Alternative und auch sehr attraktiv, denn gut qualifizierte  Berufsfachleute sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Leider hat sich das in Basel immer noch zu wenig herumgesprochen.

Integration wo möglich; Separation wo nötig

Unsere Bildungslandschaft steht vor grossen Herausforderungen. Wir investieren in die Bildung sehr viel Geld – lokal und national, trotzdem scheinen wir viele jungen Menschen zu verlieren. Es gibt zu viele junge Menschen, die nach der obligatorischen Schule keine Anschlusslösung haben und am Ende Gefahr laufen, von der Sozialhilfe abhängig zu sein.

Wir bürden aber den Lehrpersonen immer mehr Aufgaben auf. Die Papierflut nimmt zu statt ab, Elterngespräche werden anspruchsvoller und auch die integrative Schule kann zur Überforderung der Lehrpersonen führen. Wir sollten prüfen, ob wir nicht das Prinzip "Integration vor Separation“ durch den Grundsatz „Integration wo möglich; Separation wo nötig“ anpassen wollen.

Neue Formen der Kompetenzvermittlung

Ich stehe neuen Formen der Kompetenzvermittlung wie z.B. in den Lernateliers der Sekundarschule Sandgruben sehr positiv gegenüber. Die FDP hat die Schule besucht (Zum Bericht über den Besuch). Der Schulalltag sieht etwas anders aus, als in den traditionellen Basler Schulen. Der klassische „Frontalunterricht“ macht nur noch ein Drittel des Schulalltages aus. Abhängig von den Kompetenzen ist der Unterricht auch alters- oder niveaudurchmischt. Ein Drittel der Zeit verbringen die Schülerinnen und Schüler selbstorganisiert nach Zielvorgabe im Lernatelier. Während der restlichen Zeit arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit einem Lernjournal und werden individuell von den Lernpersonen betreut bzw. gecoacht. Auch im Sandgruben-Schulhaus gibt es Hausaufgaben, aber viele Jugendliche erledigen diese bereits im Lernatelier.

Diese neuen Ansätze in der Bildungspolitik sollten allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen. Damit dies möglich ist, muss es auch weitere Lockerungen bei der Schulwahl geben. Nur weil jetzt das Schulhaus-Sandgruben gerade per Zufall im Kleinbasel steht, ist es wohl schwer verständlich, dass einer interessierten Familie im Gundeli das Schulmodell nicht hürdenlos zur Verfügung steht. Die FDP setzt sich daher für die freie Schulwahl und für Bildungsgutscheine ein.

Allein gelassen bei der Digitalisierung im Klassenzimmer

Ein letztes Wort zum Föderalismus. Natürlich begrüssen wir den Föderalismus in der Bildung, niemand will in Bern Bildungspolitiker, die den Kantonen vorschreiben, wie die Schule der Zukunft aussehen soll, aber im Zusammenhang mit der Digitalisierung scheinen Schulen und die Lernkräfte eher überfordert. Man fühlt sich allein gelassen auf der Reise in die digitale Zukunft. Beim Umgang mit Themen wie «Bring Your Own Devise» oder den neuen Formen der Stoffvermittlung mittels Tablets  wird jeder fast zwangsläufig zum Pionier. Hier wären gesamtschweizerische Leitfäden und Lösungsansätze wohl zu begrüssen.

Jetzt teilen:

Weitere Beiträge

01.10.2019

„Für Freiheit kämpfen“ - seit 125 Jahren

Die Freisinnig-Demokratische Partei, die heutige FDP.Die Liberalen Basel-Stadt, wurde 1894 gegründet. Damit feiert die FDP dieses Jahr das 125-jährige Jubiläum. Neben diversen Jubiläumsaktivitäten haben wir vor zwei Jahren auch den Verein Freisinnige Geschichte Basel gegründet. Ziel des Vereins ist, die 125-jährige Geschichte der Partei mit einem historischen Buch aufzuarbeiten. Letzten Dienstag war es soweit, wir konnten das Buch mit dem Titel „Für Freiheit kämpfen – Die Geschichte des Basler Freisinns“ der Öffentlichkeit präsentieren.

Mehr erfahren
12.09.2019

Ein liberaler Appell von Silvio Borner

Ich habe den Wirtschaftsprofessor Silvio Borner Anfang Jahr angefragt, für den Basler Freisinn einen Gastkommentar zu schreiben. Er hat einen Liberalen Appell verfasst. Der Beitrag entspricht heute, wo der Markt in immer mehr Bereichen durch den Staat und die Planwirtschaft ersetzt werden soll, sicher nicht dem aktuellen Mainstream, aber er ist sicher lesenswert. Die Politik meint heute planen zu können, wie die Mobilität, die Energieversorgung oder das Wohnen in 30 Jahren auszusehen hat. Aufgrund der heutigen Technologien planen oder verplanen wir die Zukunft. Der Glaube an die politische Machbarkeit steht über allem.

Mehr erfahren
07.09.2019

Wir brauchen eine übergeordnete Museumsstrategie für alle Häuser und nicht eine Wunschliste der einzelnen Museen.

Wenig überraschend kommt die Betriebsanalyse des Historischen Museums zum Schluss, dass das Museum mehr Geld braucht. Das war beim Kunstmuseum schon so und wird bei allen anderen Häusern auch so sein. Es verzichtet niemand freiwillig auf Geld. Wäre ich Museumsdirektor, ich würde natürlich auch versuchen mehr Geld und mehr Ausstellungsfläche zu bekommen. Daher braucht es keine Wunschliste der einzelnen Häuser, sondern endlich eine Grundsatzdebatte darüber, wie unsere Museumslandschaft in Zukunft aussehen soll. Auf diese Problematik habe ich bei der Parolenfassung zum Neubau vom Naturhistorischen Museum und Staatsarchiv hingewiesen.

Mehr erfahren